

Der Roulettkessel soll angeblich von einem Missionar aus China nach Frankreich gebraucht worden sein.
Dort beschäftigte sich der Mathematiker und Gottesgelehrte Blaise Pascal (1623-1662) und der Philosoph Gottfied Willhelm Leibniz (1646-1716) damit. Beide sind als die Begründer der Wahrscheinlichkeitsrechnung bekannt, welche bei der Erschaffung der heutigen Roulett-Regeln eine wichtige Rolle spielte. Den Namen Roulett (Rädchen) hat dem Spiel Pascal verliehen
Eingeführt wurde dieses Glückspiel durch den französichen Polizeiminister Ludwig XVI. Satines, welcher dadurch eine Eindämmung, des damals in Frankreich problematischen, Falschspieles erreichen wollte.
Beim Roulette wird eine Zufallszahl (0-36) ermittelt. Jede der Zahlen ist entweder rot oder schwarz - die Null ist grün. Nun kann der Spieler auf eine der Zahlen, auf eine Kombination aus Zahlen, auf gerade/ungerade usw setzen.
Das platzieren der Wette erfolgt durch das setzen spezieller Roulette-Chips auf den Spielplan (Tabelle/Abbildung 1). Jeder Spieler erhält eine eigene Farbe um Verwirrung zu vermeiden. Spieler dürfen auch mehrere Chips gleichzeitig auf verschiedene Felder platzieren - dabei darf aber der Höchsteinsatz nicht überschritten werden.
Der Croupier wirft die Kugel in den Kessel und dreht am Roulette. Nach der Ansage „Rien ne va plus.“/ „No more bets.“ (Nichts geht mehr) darf nicht mehr gesetzt werden.
Achtung! Beim Amerikanischen Roulette gibt es zusätzlich eine Doppel-Null. Regeln, Layout des Spielplans und Sprache sind ebenfalls etwas verändert. Infos bei Wikipedia
"Der Höchsteinsatz für einfache Chancen beträgt im Allgemeinen das 1200fache des Minimums; die Höchsteinsätze für die mehrfachen Chancen sind so gestaffelt, dass die Spielbank im Gewinnfall nie mehr als das Maximum auszahlen muss.
Für einen Tisch mit Minimum 10,- € gelten daher folgende Maxima" (Wikipedia)
| Wettart | Auszahlung | Höchsteinsatz | Chance | |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Plein (eine Zahl) | 35-fach | 350 € | 2,7% |
| 2 | Cheval (zwei verbundene Zahlen) | 17-fach | 700 € | 5,4% |
| 3 | Transversale pleine (Querreihe) | 11-fach | 1.100 € | 8,1% |
| 4 | Carré (4 Zahlen) | 7-fach | 1.500 € | 10,8% |
| 5 | Carré (4 ersten Zahlen) | 7-fach | 1.500 € | 10,8% |
| 6 | Transversale simple (6 Zahlen quer) | 5-fach | 2.400 € | 16,2% |
| 7 | Kolonnen (12 Zahlen: 3,6,9...30,33,36,33) | 2-fach | 6.000 € | 32,4% |
| 8 | Dutzend (12 Zahlen: 1,2,3,...,10,11,12) | 2-fach | 6.000 € | 32,4% |
| Rouge (Rot) | 1-fach | 12.000 € | 48,6% | |
| Noir (schwarz) | 1-fach | 12.000 € | 48,6% | |
| Pair (gerade) | 1-fach | 12.000 € | 48,6% | |
| Impair (ungerade) | 1-fach | 12.000 € | 48,6% | |
| Manque (1-18) | 1-fach | 12.000 € | 48,6% | |
| Passe (19-36) | 1-fach | 12.000 € | 48,6% |
Die Regeln dieses Glücksspieles sind so entworfen, dass jeder Spieler tatsächlich nahezu die selben Chancen wie die Bank hat.
Einzig Zero (also Null), und beim amerikanischen Roulette die double zero, wurden zum Vorteil der Bank in das Spiel eingeflochten.
Sogar die Anordnung der Zahlen im Kessel wurde einige Zeit nach der Erfindung durch einen Mathematiker so organisiert, dass alle Möglichkeiten fair bleiben.
Ein Tipp vorweg: Versuchen Sie nicht aus den vergangenen Zahlen die Wahrscheinlichkeit für die nächsten zu errechnen – wenn diese Methode funktionieren würde, würden Casinos wohl kaum die vergangenen Zahlen auf einer Leuchttafel anzeigen ;-)
Um aus vergangenen Spielen auf die folgenden schließen zu können, sollten Sie möglicherweise die Physik der Kugel zurate ziehen. Dazu gibt es zwei Methoden: das Kesselgucken und das Wurfweitenspiel.
Beim Kesselgucken wird erst nach dem Einwurf der Kugel im letzten Moment gesetzt. beim Wurfweitenspiel kann das Setzen schon früher erfolgen. Hier geht man davon aus, dass ein routinierter Croupier immer gleich einwirft. Für beiden Methoden muss erst ein geeigneter Tisch und Croupier gefunden werden (Weitere Infors bei Wikipedia).
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